Liebe Mitglieder!

Das Heimathaus und seine Schätze finden reges Interesse bei Anholtern und auswärtigen Gästen.
Besonders gefreut haben wir uns kürzlich über den Besuch einer Schulklasse der Anholter Grundschule (s. Bericht auf S.2). Wo sonst bekommen unsere Kinder Gelegenheit, Geschichte im wahrsten Sinn des Wortes zu be-„greifen", wenn nicht im Heimathaus, wo es Sachen aus Omas Zeiten gibt, die in modernen Haushalten nicht mehr zu finden sind? Wir sind unseren Mitgliedern daher für die vielen Spenden, die uns erreicht haben, dankbar.
Auch Bücher und andere Schriftstücke gehören dazu, und wir haben schon eine ganz ordentliche Bibliothek zusammen. Auf dem Büchertag, zu dem wir unten einladen, möchten wir allen Interessierten Gelegenheit geben, zu stöbern, zu tauschen und sich mit anderen Büchernarren zu unterhalten - vorzugsweise natürlich über Geschichten aus Anholt.
Der Heimatverein ist an verschiedenen Projekten beteiligt, mit denen die Erinnerung an alte Zeiten wachgehalten werden soll. Auf unsere Initiative wurde das Projekt „Historische Wanderungen" ins Leben gerufen, über das wir in de Pann Nr.3berichtet haben, und Fördergelder für die Wiederaufstellung historischer Pumpen werden auch nach Anholt fließen.
In den Wintermonaten ändern sich die Öffnungszeiten unseres Heimathauses, s. hierzu S.4. Die Öffnung am Sonntag ist als Ersatz für die sommerlichen Fahrradtouren gedacht. Vielleicht ergeben sich ja dabei neue gemeinsame Aktivitäten?
Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Vorstand
Schwarz auf weiß

Seit der Eröffnung des Heimathauses hat der Heimatverein zahlreiche Bücherspenden von Mitgliedern erhalten. Er möchte diese Sammlung im Laufe der Zeit ausbauen, damit sich jeder dort über die Geschichte Anholts, seiner Umgebung und seiner Bewohner informieren kann. Alle Interessierten sind eingeladen, zum

Büchertag im Heimathaus am Samstag, 21.11.2009 von 10 bis 16 Uhr

zu kommen und ihre Bücher mitzubringen, um sie zu tauschen, anderen Heimatfreunden zu zeigen, sie auszuleihen oder vielleicht das eine oder andere dem Heimatverein zu schenken. Der Heimatverein selbst ist besonders auch an der Vervollständigung seiner Sammlung der Jahrbücher des Kreises Borken interessiert.
Der Themenkreis soll aber nicht zu eng gezogen werden - Gedichtbände westfälischer Dichter sind genau so willkommen wie Bildbände, Landkarten oder Zeitungen
Heimat begreifen

„Wo ist denn der Stecker für das Bügeleisen?" fragte ein Viertklässler verwundert, der das kiloschwere Stück in der Hand hielt. Dass so ein Eisen früher auf dem Kohleherd erhitzt wurde, konnte er ja nicht wissen, denn zu Hause gibt's heute keinen solchen Herd mehr.
Am 2.Oktober besuchte die Klasse 4a der Grundschule Anholt mit ihrem Lehrer Gerd Hagemann das Heimathaus. Heimatkunde ist Thema im Sachkundeunterricht, in dem die Kinder ab dem 3.Schuljahr ihr Lebensumfeld besser kennen lernen. Geführt von Alfred Berger, der selbst als Sonderschullehrer an der Grundschule tätig ist, und Franz Lümen standen die Kinder staunend vor alten Hausgerätschaften und Arbeitsutensilien. Eine Hauptattraktion war natürlich das Stadtmodell von Everhard Onstein, das Anholt im 16.Jahrhundert zeigt und seit einigen Monaten im Heimathaus steht. Aber auch das erst nach dem 2.Weltkrieg erbaute Schlachthaus, in dem noch bis 1984 geschlachtet wurde, interessierte die Kinder. Franz Lümen unterhielt die kleinen Gäste mit Geschichten aus dem alten Anholt, die er in seiner Kindheit noch selbst erlebt hatte.Der Heimatverein möchte mit solchen und ähnlichen Angeboten für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter auch junge Familien ansprechen und sie ermuntern, aktiv im Heimatverein mitzuarbeiten.
Übrigens: Die nächste Veranstaltung für Kinder ist der traditionelle Martinszug, der in diesem Jahr am 11.November stattfindet. Er wird durch Spenden der Anholter Bevölkerung finanziert. Alle Kinder im Vor- und Grundschulalter sind zur Teilnahme eingeladen
Das Rathaus muss erhalten bleiben!

In einer gemeinsamen Aktion der Anholter Vereine werden zur Zeit Unterschriften für den Erhalt des Anholter Rathauses gesammelt. Der Heimatverein hat die Federführung für die Aktion übernommen Unterschriftslisten liegen bei den Vereinen, in Anholter Geschäften und in Gaststätten aus. Die Initiatoren wollen, dass das Rathaus sinnvoll weiter genutzt und der Markt dadurch belebt wird, dass es als Rahmen für Trauungen und repräsentative Empfänge erhalten bleibt und dass im Ratskeller wieder eine zeitgemäße Gastronomie mit Cafè geboten wird. Auch im derzeitigen Leerstand soll das Äußere in einem gepflegten Zustand erhalten bleiben.
Die Unterschriften sollen im November an Bürgermeister Radstaak übergeben werden.
Historische Pumpen

Ohne Wasser kein Leben. Und ohne Pumpen kein Wasser. Das ist, auf den Punkt gebracht, der Grund, warum Pumpen, die es etwa seit dem 18.Jahrhundert auch in Anholt gab, eine solche Bedeutung im Leben einer Gemeinde hatten. Durch die Bildung der Pumpennachbarschaften waren die Pumpen der Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Hier traf man sich beim Wasserholen und besprach die Neuigkeiten aus der Stadt.
Die noch bestehende Nachbarschaft am Steinweg hat schon 2005 eine Pumpe wieder aufgebaut. Jetzt gibt es Fördergelder für die Herrichtung weiterer Pumpen; in Anholt ist dafür der alte Standort am Eiermarkt ausersehen, wo eine Pumpe vorbildgetreu wieder erstehen soll. Die Geschichte der Pumpen soll in Wort und Bild dokumentiert werden. Gesucht werden Paten für die Pumpe, die sich der Pflege annehmen.
Harwsttijd - Wendmössentijd
Ein Gespräch zwischen Töön en Hein, aus den "Kenderspäöllen"

Töön: Jao, a'k so terögdenk an de Wendmöösentijd in'n Harwstdag - door wenzt man sech, noch es weer jung te sön - Hein, wat hadden wej et domaols dröck... Bej Willeng off bej Wickereng en paar Lättjes, alles umsönst, bei Menten en Stöck Oliepapier, dat was ook noch moor wat föör en paar Penneng, än en gekäökten Eerpel van Moder tom Kläwen.
Hein: Sägg' es, Töön, wat meen ej, off et vandaag noch jemand onder de Jonges geff, dän so'nen Wendmöss noch maaken kann? Ek denk, door mo'j lang sööken.
Töön: Jao, vandaag geff et jao de Denger te koopen in alle mögleke Formen en Farwen met een en twee Täukes. Dat was do anders. Et gaff blos dän "Reichseinheits-Wendmöss", ha'k al haoss gesäggt, en dän war sälws gemaakt!
(Es folgt eine ausführliche Beschreibung des Baus eines Drachens, die in den "Kinderspäöllen" nachzulesen ist - zum Nachmachen empfohlen!)
Hein: Jao, en wenn de Wendmöss feerdeg was, dann geng et d'mät nao de Szeckenwei, dat was dän besten Plaats, om Wendmössen stiegen te laoten. Et was de Wei tössen Issel än Kärkhaoff. Än woröm was dat dän besten Plaats? - Doröm, dat, at de Wend üt Westen keem än de Tau lang genog was, dän Möss dann direkt äöwer de Stadt stenn!
Töön: Op de Szeckewei wär ook noch de Statt van dän Möss gemaakt: en Stöck Tau, ungefähr so lang as fijf Wendmössen hoog Opjeden halwen Meter dann en Gräss-Päölleken. Bo deck? - Door moss man nou luuren. Bej guije Wend en bättjen meer, bej flaue Wend wat weneger. Te weinig, dann stenn de Möss neet räösteg än schwaajen ömmer hän än her; was de Statt te schwoor, dann kreeg man öm neet hoog.
Hein: Dän Möss moss "staohn" - doorop keem et aan. Wej konnen, wenn he gut stenn, räösteg öm vier Üür nao Hüs gaon Kaoffie drenken, at wej terögkeemen, stenn he ömmer noch. Moor dat Staon verleiden natüürlek weer andere tu Ondöögt. Ek wätt noch gut, dat et door in de Stadt jemand gaff, dän en Flobeer had. Dän schaot nou van de Lääge Straot op dän Möss - än wat well et, he raaken en Querlättjen än dän Möss klappen tesaamen. Jao, dat was wäll gemein!

TextKräutergarten - Helfer gesucht!

Der Kräutergarten am DRK-Haus für Kinder ist Bestandteil der Fahrradroute "Via Flora", gehört aber dem Heimatverein.
Spätestens ab Frühjahr 2010 benötigen wir Hilfe, wobei es sinnvoll ist, für die verschiedenen Arbeiten jeweils einen festen Helfer zu wissen.
Es geht um
· das Schneiden der Weißdornhecke (kurzfristig)
· das Schneiden der Buchshecke
· das Beschneiden der Obstbäume
· Unkraut jäten
· Bewässern bei anhaltender Trockenheit
So könnten wir uns allein der Kräuterpflege widmen und auch endlich den Schaukasten mit interessanten Informationen bestücken.
Wenn im Kräutergarten alles gut läuft, kann dieser dann ja auch für die ein oder andere Aktion genutzt werden. Schon zur Mittsommernachtswanderung 2009 ist dort ein Stopp eingelegt und eine kleine Kräuterstärkung gereicht worden.

Wer helfen möchte, meldet sich bitte bei Birgit Berger, Tel.3590

Schätze im Heimathaus - Bilder aus Anholt von Gabi Lümen

Zu den besonderen Schmuckstücken des Heimathauses gehören zahlreiche Gemälde, die uns von Mitgliedern geschenkt worden sind. Darunter sind drei Bilder von Gabi Lümen, die Ansichten aus dem heutigen Anholt zeigen.
Gabi Lümen malt von Kind auf; jedes im Hause erreichbare Blatt Papier und jeder Stift wurde
zum Zeichnen und Malen benutzt. In der Schule fand sie eine verständnisvolle Kunstlehrerin, die sie weiter förderte und unterstützte. Eigentlich wollte sie dann Grafikerin werden, aber es fand sich keine Lehrstelle. So lernte sie Musterzeichnerin bei der Firma Ibena, damals Bocholt.

Ihre ersten Werke als "freischaffende" Künstlerin waren Märchenbilder für ihre Kinder.
Seither hat sich Gabi Lümen als Autodidaktin eine Vielzahl von Maltechniken angeeignet, mit denen sie ihre Bilder virtuos gestaltet. Ihre Motive findet sie "überall", wie sie sagt. Zur Zeit plant sie eine Serie von Anholter Ansichten in Pastellkreide.
Ihr Mann Jochen, mit dem sie mit zweien ihrer drei Kinder am Steinweg 15 wohnt, unterstützt sie vorbehaltlos - er ist ihr erster Kritiker, hilft bei Ausstellungen und ist für die Homepage www.luemen.de zuständig.
Jahresausflug

Theo Gasseling hatte den Jahresausflug am 9.September wieder generalstabsmäßig geplant. 40 gutgelaunte Mitglieder fuhren mit dem Bus durch unsere niederländische Nachbarschaft im Achterhoek - "het onverwachte Nederland", wie er sich selber nennt. Auf dem Programm standen neben einer 8 Schlösser-Rundfahrt die Besichtigung eines Museumshofes und eine Führung durch die kleinste Stadt der Niederlande, Bronkhorst. Bei Legeland klang der Tag aus.

Termine, Termine...

11.November 17.30 Uhr Martinszug
21.November 10-16 Uhr Büchertag
im Heimathaus
5./6.Dezember Weihnachtsmarkt am
historischen Rathaus
23.Januar 2010 Winterwanderung mit
Bratapfelessen






























Auf Wanderschaft im Achterhoek


Achtung!!
Ab 1.November ist das Heimathaus immer samstags von 10 bis 12 Uhr und zusätzlich
am 1.Sonntag eines Monats von 10 bis 12 Uhr geöffnet!

Alle Termine werden auch in der Tagespresse bekannt gegeben.