
Sehenswertes in und um Anholt:
(siehe auch Faltblatt "Anholt -Sehenswertes auf einen Blick", erhältlich beim Heimatverein oder im Tourismusbüro am Markt)
Katholische Pfarrkirche St. Pankratius
Das neoromanische Gotteshaus im Basilikastil wurde in den Jahren 1851-1862 erbaut und von dem bedeutenden Kirchenmaler Prof. F. Stummel ausgestaltet. Die zahlreichen handgefertigten Wandplatten stammen vvom Anholter Töpfermeister Wilm Rinck, der das Geheimnis um die Glasur der Platten mit ins Grab genommen hat.
Wasserburg Anholt und Schlosspark www.fuerst-salm.de
Die Fürsten zu Salm stammen von den reichsunmittelbaren Wild- und Rheingrafen, Grafen zu Salm (nachweisbar seit dem 11.Jh.) ab. Die Wasserburg ist eine der wenigen Burgen, die sich noch im Privatbesitz befindet. Fürst des Fürstenhauses ist Carl Philipp zu Salm und zu Salm-Salm, Wild- und Rheingraf (geb. 1933).
Der dicke Turm aus dem 12.Jh. ist bis heute charakteristisches Zeichen der Wasserburg. Auf Eichenpfählen, einem Gitter aus Hilz und mit einem Steinfundament erbaut, wurde sie im 14. Jh. und später als barocke Residenz ausgebaut.
Im Rahmen des Wiederaufbaues nach dem Krieg erhielt dann die Wasserburg auf Initiative Fürst Nikolaus Leopold zu Salm-Salm (1906-1988) eine museale Bestimmung.
Fürst Carl Philipp zu Salm-Salm führte in den Jahren 1990-2000 weitere Wiederhersteluungsmaßnahmen zur weiteren Erschließung und Einrichtung des Museums durch. Besichtigen und bewundern Sie eine der größten Wasserburg des Münsterlandes mit Museum!
Die barocken Gärten des Schlossparks wurden um 1705 angelegt und mit einem umfangreichen Skulpturenprogramm des Bildhauers Johann Wilhelm Gröninger geschmückt. Im 19.Jahrhundert entwickelte der Düsseldorfer Gartenarchitekt Friedrich Weyhe die Anlagen im englischen Stil weiter. Nach starken Verwüstungen im 2.Weltkrieg erfolgte ab 1964 die Wiederherrichtung.
Anholter Bärenwald im Biotopwildpark Anholt Schweiz www.anholter-baerenwald.de
Kragenbären und Braunbären genießen, nach oft qualvoller Gefangenschaft, ein neues Leben im Anholter Bärenwald. Seit 1999 bewohnen sie großräumige Gehege.
Der gemeinnützige Verein "IBF-International Bear Federation Deutschland e.V." hat sich in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund der Aufgabe angenommen, den Bären einen artgerechten Lebensraum zu bieten. Die hohen Kosten für Futter, tierärztliche Versorgung, Gehegepflege, Sicherheit und letztendlich Personal, müssen hautsächlich durch Spenden finanziert werden.
Auch Sie können durch eine Spende helfen! Konto-Nr. 5 111 588, BLZ 324 500 00 Sparkasse Kleve, Verwendungszweck: Anholter Bärenwald!
Besuchen Sie unsere Bären in 46419 Isselburg-Anholt, Pferdehorster Str. 1 - Führungen nach Vereinbarung: Tel. 02874-94094
Eiskeller
Im Wall der ehemaligen Stadtbefestigung Anholts befindet sich in einer nach Norden vorgeschobenen Erdbastei unter dem Kriegerdenk,al eine Kammer, die allgemein als "Eiskeller" bekannt ist. Tatsächlich wurde die Kammer vom Anfang des 19. bis ins 20.Jahrhundert hinein zur Langzewitbevorratung von Eis, das auf dem Stadtgraben gebrochen wurde, benutzt. Im 2.Weltkrieg wurde sie als Luftschutzraum benutzt.
Es handelt sich, wie eine bauhistorische Untersuchung ergab, um das Untergeschoss eines Bergfrieds, der 1498 an dieser exponierten Stelle der Stadtbefestigung errichtet, aber 1793 wieder abgebrochen wurde.
Als Überrest einer frühneuzeitlichen Wehranlage ist der Eiskeller von überregionaler Bedeutung für die moderne Burgen- und Festungsforschung.
Im Jahrbuch des Kreises Borken 2012, S.123, ist ein ausführlicher Artikel über den Eiskeller erschienen.
Er ist auf Anmeldung (Franz Lümen, Tel.02874/3881) öffentlich zugänglich.
Rathaus
Erbaut 1567 unter Dietrich III. von Bronckhorst-Batenburg im flämisch-niederländischen Renaissancestil mit nur einseitigen Treppenaufgang; die Treppe in ihrer heutigen Gestalt wurde 1795 errichtet. Auf dem Treppenpodest stehen zwei wappentragende Löwen: Links das Wappen der Herren von Bronckhorst-Batenburg (1812 von den Franzosen abgeschliffen), rechts das Wappen der Stadt Anholt mit der Jahreszahl 1570.
Das Haus diente ununterbrochen bis 2010 als Verwaltungssitz, seit der kommunalen Neugliederung 1975 als Sitz eines Teils der Verwaltung der neu gebildeten Stadt Isselburg. Zur Zeit Leerstand.
Dicke Eiche
An der Adolf-Donders-Allee, rechts neben dem Feuerwerhrgerätehaus steht das schöne Exemplar. Sie misst ca. 2 Meter Durchmesser bei einer Höhe von ca. 30 Metern. Gepflanzt wurde die Eiche im Jahre 1540.
Gruftkapelle
Errichtet 1670 im Auftrag von Fürst Karl Theodor Otto zu Salm als Gebetsstätte für holländische Katholiken, denen das Abhalten von Gottesdiensten in Holland damals verboten war.
Turmwindmühle
An der gleichen Stelle stand seit 1521 eine Bockwindmühle und seit 1747 eine Vorgängerin der heutigen turmwindmühle aus Holz. Mit 24m Höhe des Firsts der Kappe ist die Mühle die größte am Niederrhein. Im 2.Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt und ist seitdem ohne Mahlanlage, nur das Königsrad ist noch erhalten. Dient heute als Wohn- und Geschäftshaus.
Haus Hardenberg
Um 1310 von Dietrich von Zuylen erbaut, seit 1653 in Besitz derer zu Salm-Salm und an verschiedene Pächter verpachtet, seit 200 in Privatbesitz. Etwa ab 1950 bis zu ihrem Tode 1998 bewohnte die Fürstin Ida zu Salm-Salm das Anwesen.
Haus Peenekamp
Blickt man an der Straße zwischen Anholt und Isselburg - auf halber Strecke - nach links, so liegt in einem Wald das Herrenhaus "Haus Peenekamp".
Das ansprechende Herrenhaus mit Satteldach zwischen den Treppengiebeln, Kerbschnittfries, vielsprossigen Schiebefenstern im Stil der Renaissance, liegt in einem 20ha großen parkartigen Waldgelände.
Das adelige Lehensgut ist erstmalig 1497 dokumentiert im Besitz des Johann van Meverden. Ludwig Karl Otto Fürst zu Salm-Salnm erwarb es 1774. Mit Ausnahme der Zeit von 1825 bis 1835 war es im Besitz der Familien Salm-Salm.
Seit 1988 befindet sich Haus Peenekamp in Privatbesitz. Im Jahre 2000 wurden die herausragenden Leistungen des Eigentümers im Denkmalschutz mit dem Felix-Sümmermann-Preis gewürdigt.
Biotopwildpark Anholt Schweiz www.anholter-schweiz.de
Während der englischen Gartenbewegung erbaute 1893 Fürst Leopold zu Salm-Salm in Erinnerung an seine Hochzeitsreise eine Nachbildung des Vierwaldstätter Sees mit dem "Schweizer Haus" (www.schweizer-haeuschen.de) und Felsenlandschaft.
Gestein und Holz wurden per Schiff und Pferdekarren aus der Schweiz an den Niederrhein geschafft. Zum 100 jährigen Jubiläum wurde dieser unter Denkmalschutz stehende Englische Garten zum 56 ha großen Biotopwildpark erweitert.
Sie finden hier an 6 km gut begehbaren Sandwegen in typisch niederrheinischen und münsterländischen Landschaftsbildern und Biotopen weiträumige Großvolieren und Tiergehege für einheimische Wildtiere.